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Kammern am Oberrhein: Für stabile Beziehungen, für Vertragspaket Schweiz-EU

  • Autorenbild: Diverse Absendende
    Diverse Absendende
  • 17. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Die Industrie- und Handelskammern am Oberrhein unterstützen das Vertragspaket zwischen der Schweiz und der Europäischen Union und plädieren dafür, dieses rasch umzusetzen. Nur so kann die Region weiterhin von stabilen und verlässlichen Rahmenbedingungen profitieren. Die Kammern haben deshalb an ihrem Spitzentreffen im Dezember eine Verlautbarung für stabile Beziehungen und für das Vertragspaket Schweiz-EU verabschiedet.


Logos der Handelskammern am Oberrhein
Die Industrie- und Handelskammern am Oberrhein positionieren sich gemeinsam für ein Vertragspaket zwischen der Schweiz und der EU

Eine enge Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und der Europäischen Union ist für die Wirtschaft im trinationalen Raum am Oberrhein von strategischer Bedeutung. Die EU ist mit Abstand die wichtigste Handelspartnerin der Schweiz: 51 Prozent der Schweizer Exporte gehen in die EU, 70 Prozent der Importe stammen aus der EU. Umgekehrt ist die Schweiz für die EU die viertwichtigste Handelspartnerin. Auch auf regionaler Ebene sind die Verflechtungen eng: Das Handelsvolumen zwischen der Schweiz und Baden-Württemberg betrug 2024 rund 30 Milliarden Euro, womit die Schweiz zu den Top-3-Partnern des Bundeslandes zählt. Die Schweiz ist zudem die drittwichtigste Investorin in Frankreich. In der Grenzregion pendeln täglich über 100'000 Menschen zur Arbeit in eines der Nachbarländer. Der grenzüberschreitende Wirtschaftsraum im Dreiländereck lebt von offenen Märkten, planbaren Rahmenbedingungen und einer engen Kooperation in Schlüsselbereichen.


Verlässliche Partnerschaft sichern und vertiefen

Dies gilt umso mehr in einer Zeit zunehmender globaler Unsicherheiten: Die USA haben Zusatzzölle auf Waren aus der Schweiz und der EU verhängt. Diese Entwicklung belastet die exportorientierte Wirtschaft beider Seiten und unterstreicht die Notwendigkeit, die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU als verlässliche Partnerschaft zu sichern und zu vertiefen. Die Industrie- und Handelskammern am Oberrhein haben deshalb an ihrem Spitzentreffen im Dezember eine Verlautbarung für stabile Beziehungen und für das Vertragspaket Schweiz-EU verabschiedet.


Industrie- und Handelskammern am Oberrhein für Verhandlungspaket

Die Industrie- und Handelskammern am Oberrhein begrüssen deshalb das verhandelte Vertragspaket zwischen der Schweiz und der EU ausdrücklich. Das Paket ist ausgewogen und zukunftsorientiert: Es sichert den beidseitigen Marktzugang und fördert die Forschungszusammenarbeit, optimiert den Stromhandel und schafft durch klare Regeln Rechts- und Planungssicherheit für Unternehmen. Beide Seiten profitieren von diesem Paket, ohne ihre länderspezifischen Stärken und Vorteile aufzugeben. Die Schweiz bleibt eigenständig und flexibel. Damit werden die Grundlagen für nachhaltiges Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in unserer Region gestärkt.


Chance nutzen – erfolgreichen bilateralen Weg fortsetzen

In der öffentlichen Vernehmlassung, die bis Ende Oktober 2025 dauerte, haben sich die führenden Wirtschaftsverbände der Schweiz deutlich hinter das Vertragspaket gestellt. 2026 beginnt die Beratung des Geschäfts im Schweizer Parlament, bevor die Stimmberechtigten frühestes 2027 das letzte Wort haben. Die Industrie- und Handelskammern am Oberrhein plädieren an beide Seiten, diese letzte Chance zur Fortführung des erfolgreichen bilateralen Wegs zu nutzen und das Abkommen rasch umzusetzen. Nur so kann die Region weiterhin von stabilen und verlässlichen Rahmenbedingungen profitieren.



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