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Für eine offene, starke Schweiz

  • Autorenbild: Diverse Absendende
    Diverse Absendende
  • 16. Apr. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Alt-Ständerätin Anita Fetz weiss, warum es gerade bei der aktuell angespannten Weltlage wichtig ist, dass wir uns mit Europa vernetzen. Im Interview mit der Kleinbasler Zeitung berichtet Sie über Vergangenheit und Zukunft der Abkommen.

Berner Bundeshaus bei Nacht
Hier sass Anita Fetz, als die Bilateralen I beschlossen wurden.

Dieser Artikel stammt aus der Kleinbasler Zeitung Ausgabe 3/2025 (S. 42)


Frau Fetz, Sie sassen beim Abschluss der Bilateralen I vor 25 Jahren im Nationalrat. Wie war die Stimmung damals?

Es war ein historischer Moment voller Aufbruchstimmung. Die Schweiz entschied sich für eine Zusammenarbeit mit Europa, die wirtschaftlichen Wohlstand sichert und gleichzeitig unsere Eigenständigkeit bewahrt. Die Bilateralen waren ein grosser Erfolg – und sind es bis heute. Doch jetzt laufen sie aus, wenn wir sie nicht erneuern.


Was sind die wichtigsten Vorteile der bilateralen Abkommen für unsere Region? Und für die Schweiz?

Basel profitiert besonders: Wir leben mit unseren Nachbarn in Frankreich und Deutschland engstens zusammen. Tausende Menschen pendeln täglich über die Grenze. Ohne diese Grenzgängerinnen und Grenzgänger würde unter anderem unser Gesundheitswesen nicht mehr funktionieren. Die KMU haben einen einfacheren Zugang zum EU-Markt und unser Forschungsstandort bleibt attraktiv. Für die gesamte Schweiz sichern die Abkommen Arbeitsplätze, Wachstum und Innovation. Die Vernetzung mit Europa ist heute wichtiger denn je, wenn wir an die aktuell extrem ungemütliche geopolitische Situation denken.


Was sagen Sie denjenigen, die den Bilateralen Abkommen mit der EU kritisch gegenüberstehen?

Die Bilateralen sind die beste Lösung für die Schweiz: Sie geben uns Marktzugang, ohne dass wir Mitglied der EU sind. Ein Rückzug wäre ein schwerer Fehler – wir würden uns isolieren. Gerade für eine exportorientierte Nation wie die Schweiz ist das keine Option. Ein Alleingang wäre für unseren Wohlstand und unsere Sicherheit sehr riskant.

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